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Etappe 9 – Kurzer Schlag zurück nach Prerow – mit Schweinswalen zum Sundowner

Die Nacht vor Anker bei Häsnäs war genau das, was man sich auf einem Törn wünscht: ruhig, erholsam und ohne Überraschungen. Den Wecker brauchte es nicht – die Sonne übernahm das. Um 9:00 Uhr zeigte das Thermometer schon 18 Grad, blauer Himmel, kein Wölkchen. Frühstück bei solchen Bedingungen schmeckt schlicht doppelt so gut.

Heute stand nur ein kurzer Schlag auf dem Programm: 27 Seemeilen Richtung Südost, zurück zu unserem bekannten Ankerplatz vor Prerow. Um 10:10 Uhr sollte der Anker hoch – sollte.

Wir waren einen Tick zu optimistisch. Bugstrahlruder und Ankerwinsch gleichzeitig – das mochte die Sicherung gar nicht. Ein kurzer Schreckmoment, aber zum Glück herrschte nahezu Windstille. Das Problem war schnell gefunden und behoben. Ein stilles Hoch auf den Sicherungsautomaten, der einfach seinen Job gemacht hat.

Die ersten Stunden gehörten dem Motor. Bei 2–3 Knoten Wind bleibt einem schlicht keine Wahl, wenn man ankommen möchte. Gegen 13:00 Uhr änderte sich das Bild: 8 Knoten aus Nordost – genug, um die Genua zu setzen. Halbwind, direkter Kurs auf Prerow. So macht Segeln Spaß.

Und dann: der Höhepunkt des Tages, schon bevor wir unser Ziel erreicht hatten. Schweinswale! Das erste Mal auf diesem gesamten Törn. Sie tauchten kurz auf, spielten vielleicht ein paar Sekunden neben dem Boot – und waren schon wieder verschwunden, bevor auch nur eine Kamera griffbereit war. Klassisch. Wer kennt das nicht? Aber gesehen haben wir sie, und das zählt.

Um 15:30 Uhr fiel der Anker. Wir hatten den Platz vor Prerow fast für uns allein. Am neuen Inselhafen war mäßig was los – aber weit genug entfernt, um die Stille genießen zu können. Kein Lärm, kein Gedränge.

Den Abend machten Abendessen und ein Sundowner perfekt. Mehr braucht es manchmal nicht.